Meine Hunde


Das Glück sieht aus wie ein Hund

würde ich sagen.

(Chapman Pincher)

.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich sieben Jahre alt war, bekam ich den sehnlich gewünschten, ersten eigenen Hund, einen Pudelmischling namens Hektor.

Hektor begleitete mich durch meine Kindheit und Jugend, bei den Pferden, beim Spielen im Wald - er war einfach überall dabei. Mit ihm übte ich erste Tricks und Grundgehorsam und entdeckte meinen Spaß am Training.

Zusätzlich lebten Schäferhunde in meiner Familie. Erziehung und Beschäftigung der Hunde prägten meinen Alltag und so kam es, dass ich nie wieder ohne Hund leben wollte.

 

Mit Anfang zwanzig kam Vana zu mir, ein Galgo-Mischling. Vom Welpenalter an begann ich mit ihrer Ausbildung.

Sie war mein Seelenhund und auf ihren Gehorsam war 100%iger Verlass. Ob freilaufend am Fahrrad, ob als Begleiterin in meinem Studium, bei der Arbeit oder im Urlaub auf einer Segeltour, wir waren unzertrennlich.

Absolut umweltsicher, angstfrei, immer an meiner Seite, egal was passierte, ob mit oder ohne Leine.

Es gibt den einen Hund, den man nur einmal im Leben hat. Seelenhunde hat sie jemand genannt, jene Hunde, die so sind, wie die Luft zum Atmen. Im Oktober 2008 musste ich Vana schweren Herzens gehen lassen. Ich vermisse sie immer noch sehr.

Kurz darauf zog Ela bei mir ein, ein polnischer Windhundmischling, circa vier Jahre alt. Die Vorbesitzer beschrieben Ela als schwierig, doch ich hatte diesen sensiblen Hund vom ersten Augenblick an in mein Herz geschlossen und war überzeugt: Kein Problem, das bekomme ich hin, ich habe ja viel Hundeerfahrung!

Am nächsten Tag stand ich völlig verzweifelt auf einer Wiese und buchte das erste Einzeltraining in meinem Leben.

Ela kam aus reiner Zwingerhaltung, kannte nichts und hatte Angst vor Menschen, Hunden, Häusern, Fluren, Fußböden, Geräuschen, Treppen, Autos - auch vor mir fürchtete sie sich anfangs. Dazu kam ihre Unverträglichkeit mit anderen Hunden, schon auf weiter Entfernung stand sie knurrend in der Leine, im Freilauf klappten Begegnungen überhaupt nicht, sie ging ungebremst auf andere Hunde los. 

Im Zuge ihrer Verhaltenstherapie begann ich, alles Verfügbare über Deprivation, Angst und Aggression in Erfahrung zu bringen. Ich las sehr viel und bildete mich fort, erarbeitete mir die theoretischen Hintergründe zum Lernverhalten und trainierte eisern, um Elas Probleme zu lösen. 

Ela entwickelte sich zu einer ruhigen und gehorsamen Begleiterin, folgte mir ohne Leine, vertraute mir und meinen Entscheidungen voll und ganz. Ihr habe ich meinen Berufsweg als Hundetrainerin zu verdanken. Als sie 2017 gehen musste, hat sie einen Teil meines Herzens mitgenommen.

Lina ist ein Laufhund aus Griechenland, sie kam als Notabgabe einer Kundin zu mir. Ich war vom ersten Tag an verliebt in Lina. Sie ist sehr sozial und lernt ausgesprochen schnell. Doch Lina hatte ihre Jugend auf der Straße verbracht und war dort angeschossen und überfahren worden.

Bei mir angekommen stellte sich heraus: Sie hatte schweren Trennungsstress, beim Autofahren kreiselte sie bellend in ihrer Box, normale Spaziergänge waren unmöglich. Ihre große Angst drückte sie aus, indem sie andauernd ansprang und im Alltag kaum führbar war.

Ihr Freiheitsdrang war grenzenlos - bei der Vorbesitzerin biss sie schlicht alle Leinen durch, um wieder frei zu sein. Linas schwere Geräuschangst, ihr starkes Jagdverhalten und ihre Angst vor fremden Hunden waren echte Herausforderungen. Und sie nahm pendelnd alles Fressbare von der Straße auf, pflückte sogar Hagebutten aus dem Gebüsch.

Am Anfang stand die Arbeit an ihrem übersteigertem Jagen und ihren traumatisch bedingten Ängsten. Nach weiterem Training besserte sich ihre schwere Trennungsangst. Heute kann sie entspannt alleine bleiben, ruhig im Auto mitfahren und die Müllsuche auf der Straße gehört ebenfalls längst der Vergangenheit an.

Lina lässt sich wunderbar am Wild kontrollieren, läuft leinenführig und ist sicher abrufbar. Sie schläft zuhause viel und vertraut ihrem Menschen zu hundert Prozent. Sie ist eine anhängliche, liebevolle Hündin.

Es gibt diesen Satz, dass jeder den Hund übernimmt, den er für seine persönliche Entwicklung braucht. Es war kein einfacher Weg! Heute freue ich mich über jede trainerische Lernerfahrung mit ihr und über ihre tollen Fortschritte. Sie ist nun der Hund, den ich von Anfang an in ihr gesehen habe - ich liebe sie aus tiefstem Herzen!

 

Meine liebe Kollegin Nadine Weissheimer mit ihrer Hundeschule Im Herzen Hund produziert einen wunderbaren Podcast. Dort erzähle ich Linas Geschichte im Interview, gebe Einblick in meinen ganz persönlichen Trainingsweg und wie ich Linas Probleme lösen konnte.

Zum Podcast: CLICK!

Kein Weg ist lang, mit einem Freund an deiner Seite.

(aus Japan)

Sie haben Fragen zur Auswahl Ihres Trainings?

Kontaktieren Sie mich unverbindlich - ich berate Sie gern!

Telefon: 0178 18 08 656

 

 

 → zum individuellen Training

→ zum Gruppenunterricht

→ über mich

→ Home 

Der Schutz Ihrer persönlichen Daten liegt uns sehr am Herzen. Bitte beachten Sie die aktuelle Datenschutzerklärung.